Ihr könnt froh sein das euch die Kasse noch ein Desinfektionsmittel zahlt. In vielen Fällen verweigern die Kassen die Übernahme der Kosten.
Leitungswasser kann problematisch sein, zum einem können die [/quote]Wasserauslässe an den Wasserhähnen kontaminiert sein, desweiteren kann das Wasser mit Keimen kontaminiert sein. Es müssen nicht zwangsläufig Probleme auftreten.
Das kann man so oder so sehen, ein zu häufiger Umgang mit Desinfektionsmittel kann auch das Immunsystem schwächen
.
Das kann man so nicht sagen, die Leute die über die Ablehnungen entscheiden, sitzen in speziellen Abteilungen die sich in aller Regel nur mit so etwas befassen (so sitzen zum Beispiel bei der AOK Niedersachsen, der AOK Hessen und der KKH in Bremen Krankenschwestern / -pfleger die das mit entscheiden). Ich weiß aus eigener Erfahrung das sich diese Personen sehr wohl informieren, insbesondere bei den Herstellern, diese Informationen werden dann bei der Entscheidung berücksichtigt. Da die Hersteller sehr unterschiedliche Aussagen zur Reinigung der Kanülen machen, wird sehr häufig versucht die billigste Methode den Versicherten zu vermitteln.
Hier einige Auszüge aus Gebrauchsanweisungen zu Trachealkanülen:
Rüsch Tracheoflex: Reinigung des Tracheostomietubus (nur bei Produkten die ausdrücklich dafür geeignet sind - single patient use)
Grundsätzlich sollte immer eine einfache Reinigung durchgeführt werden, an die sich danach ggf. eine Desinfektion anschließt.
1. Einfache Reinigung: Das Lumen des entnommen Tubus kann mit einer weichen Bürste und einer neutralen Seifenlösung gereinigt und anschließend mit sterilen Wasser ausgespült werden.
2. Desinfektion: Bei Verwendung handelsüblicher Desinfektionsmittel (Desinfektionsmittel auf Basis von Aktiv-Sauerstoff) muss man darauf achten, dass deren Einwirkzeit und Konzentrationen genau eingehalten werden. Durch ausreichendes Spülen (z. B. in sterilem oder abgekochten Wasser) müssen eventuelle Rückstände des Desinfektionsmittels gründlich entfernt werden.
3: Vereinfachte Reinigungsprozedur im Homecare-Bereich: Im Homecare-Bereich ist routinemäßig bei Dauerkanülenträgern keine Desinfektion des Tubus notwendig (Entscheidung nurt durch den behandelnden Arzt). In diesen Fällen kann sich die Wiederaufbereitung auf eine einfache Reinigungsprozedur beschränken.
Shiley PED, NEO, PDL, PDC, PLC: Pflege der Tracheostomiekanüle
1. Mit Wasserstoffperoxid (halbe Stärke), Haushaltsessig (halbe Stärke), steriler isotonischer Kochsalzlösung oder Wasser und milden Reinigungsmittel reinigen.
2. Nach dem Reinigen gründlich mit steriler Kochsalzlösung spülen, um etwaige Reste der Reinigungslösung zu entfernen.
Tracoe alle Kanülen: Reinigung und Pflege
Am einfachsten werden die Kanülen mit den speziell dafür entwickelten TRACOE care tube clean Reinigungssets (REF 931-A bzw. 931-B) gereinigt. Es dürfen keinesfalls aggressive Haushaltsmittel, Mittel zur Reinigung von Zahnersatz oder hochprozentiger Alkohol zur Reinigung verwendet werden. Feste Krusten werden aufgeweicht und z.B. mit einem TRACOE care tube clean Reinigungstupfer (REF 935 bzw. 936) entfernt. Danach ist die Kanüle gründlich zu spülen. Anschließend lässt man die Außen- und die Innenkanüle trocknen.
Als weitere Empfehlung gilt auch folgendes: Die Kanülen in lauwarmen Wasser reinigen, ein mildes Spülmittel oder Seife kann verwendet werden und muß danach gründlich abgespült werden.
Man sieht an diesen Empfehlungen der Hersteller das alle 3 Hersteller eine Reinigung der Kanüle mit Haushaltsmitteln (Seife, Spülmittel oder Essig) für ausreichend halten. Diese Reinigungsmethoden werden immer mehr von den Kassen favorisiert.
Das halte ich für ungeeignet. Die Ärzte haben meist überhaupt keine Ahnung was die Aufbereitung von Trachealkanülen betrifft. Da kann dir der Fachberater deiner Firma die dir die Kanülen liefert meist besser helfen.